Garten AG

Wir, die Schülerinnen der jetzigen 10D Sarah, Daniela und Katharina haben uns am 20.04.2004 dazu entschlossen das Atrium für das Schulfest wieder herzurichten. Daniela hatte den Vorschlag daraus einen Schulgarten zu machen, Katharina und ich haben sich dieser Idee angeschlossen.
Anschließend gingen wir durch alle Klassen der Schule und fragten wer Lust habe mitzuhelfen den Garten zu verschönern. Zunächst waren viele Schülerinnen und Schüler hilfsbereit und wollten uns bei diesem Projekt unterstützen. Doch als sie merkten, wie viel Freizeit und Arbeit dahinter steckt, ließen sie uns im Stich. Allerdings hat eine Schülerin bis heute bei der Verschönerung geholfen, diese Schülerin heisst Lauren und geht in die 9te Klasse. Am 18.05.2004 arbeiteten wir die ersten Stunden im Schulgarten. Zunächst rissen wir Unkraut und kaputte Bäume bzw. Sträucher heraus.
Diese Arbeiten haben schon mehrere Wochen gedauert obwohl wir 2-3 mal in der Woche im Garten waren und auch unsere freien Tage für den Schulgarten opferten.

Wir hatten bis zum Schulfest das am 16.07.2004 stattfinden sollte, nur 8 Wochen Zeit, und es war wirklich ein Menge zu tun. Weil es so viel zu tun gab, hat uns Frau Rademacher in der letzten Woche vor dem Schulfest vom Unterricht befreit; wir mussten den Stoff von den Stunden zwar nachholen, aber so schafften wir es, den Garten wieder herzustellen. Nachdem wir endlich alle Sträucher rausgerissen hatten, füllten wir die Bete mit neuer Erde auf und machten die Wege sauber. Zu Hause hat Katharina dann noch Blumen und Kräuter vorgezogen, die wir auf dem Schulfest verkauften.

Wir hatten uns eine genaue Aktion überlegt: Man kauft eine Blume für 50 Cent, diese darf man in den Schulgarten einpflanzen oder einpflanzen lassen. Als Dankeschön bekommt man ein Kräutertöpfchen geschenkt. Durch diese Aktion haben wir das erste Geld für Blumen und neue Gartengeräte gesammelt.
Nun konnten wir endlich die ersten Blumen kaufen, und diese haben wir auch ganz schnell eingepflanzt. Um noch mehr Geld einzunehmen, gingen wir durch alle Klassen und baten um weitere Spenden. Die Schüler und auch die Lehrer waren sehr spendabel. Weiterhin verkauften wir in einigen Pausen Kuchen und durch all´ diese Aktionen hatten wir erst mal genug Geld. Dann arbeiteten wir wieder mehrere Wochen am Garten, denn nach den Sommerferien war wieder eine menge Unkraut nachgewachsen.

Und die ganze Arbeit ging von vorne los, aber wir haben nie daran gedacht aufzugeben. Als dann noch die gute Nachricht kam, dass aus uns unserem Projekt eine feste Garten-AG wird, waren wir mächtig stolz. Dann kamen noch mehrere Schüler aus unserer Klasse, die nun alle regelmäßig mithelfen,
Julian, Marcel, Funda und Sandra. Wir finden es super, dass mehr Schüler mitmachen. Zudem sollte man noch erwähnen, dass diese Leistung mit auf das Zeugnis kommt. Und dies macht sich immer gut. Nun bekamen wir noch mehr Unterstützung von den Lehrern. Leider haben wir nur alle zwei Wochen montags Garten-AG, dafür aber dann zwei Stunden lang. Es macht uns allen noch genauso viel Spass wie am ersten Tag. Die Lehrer loben unsere Arbeit, und da die Lehrer es vermeiden möchten, dass die Schüler Tadel oder Sonderaufgaben bekommen, müssen die Schüler für 1-2 Stunden im Garten helfen, wenn sie etwas Verbotenes getan haben. Dies ist nicht nur ein Vorteil für die betroffenen Schüler sondern auch für uns, denn so schaffen wir viel mehr in kürzerer Zeit.

Am 13.12.2004 war die letzte Garten-AG-Stunde in dem Jahr 2004. Und da es nur noch wenige Tagen bis Weihnachten sind, haben wir-statt im Garten zu arbeiten uns in die Schulküche gesetzt und Tee oder Kaffe getrunken. Dazu haben wir dann noch Plätzchen gegessen die wir zuvor gekauft haben. Wir haben alle zusammengesessen. Dort haben über die AG, die Schule, die Lehrer oder über Weihnachten geredet. Nun freuen wir uns auf das nächste Jahr, indem wir bestimmt wieder eine Menge zu tun haben.
Leider ist es für uns das letzte halbe Jahr, und wir können nur hoffen, dass die restlichen Schüler der Schule diesen Schulgarten ebenso weiter pflegen und lieben, wie wir es jetzt tun, denn sonst hätte sich die Arbeit nicht gelohnt.