Franz-Dinnendahl (1775-1826)

Franz Dinnendahl wurde 1775 als Sohn eines Müllers in der Nähe von Altendorf geboren. Er besuchte die Dorfschule und musste mit 12 Jahren die Schweine hüten.
Dabei schnitzte er verschiedene Maschinen und vernachlässigte die Schweine so sehr, dass er verjagt wurde.
Er verdiente sich dann zwei Jahre Geld als Kohlenschieber und meinte, Bergmann sei der richtige Beruf für ihn. Auf Anraten eines Onkels wechselte er aber und erlernte den Beruf eines Zimmermanns, um Baumeister zu werden.
Seine Liebe galt aber nach wie vor der Mechanik und den Maschinen. Ihn interessierte die „Feuermaschine“, eine Dampfmaschine des älteren Typs. Für eine solche Maschine, die aus Schlesien auf die Zeche Vollmond gebracht worden war, sollte er im Jahre 1799 ein Maschinenhaus aus Holz bauen.

Franz Dinnendahl schreibt selbst hierüber:
„Noch entschiedener aber und bedeutender als die Erbauung [...] der Wasserkunst wirkte ein anderer Umstand auf mein Schicksal, als ich in der Gegend von Bochum als Zimmermann das Gebäude zu einer Dampfmaschine bauen sollte. Diese Maschine war nach dem alten Prinzip gebaut und sollte [...] zusammengesetzt werden. Allein dieser Mann machte bei der Zusammensetzung mehrere Fehler, worauf ich denselben aufmerksam machte. Er sagte mir aber, dass dieses meine Sache nicht sey, und wies mich wiederholten Erinnerungen endlich mit groben Antworten ab, ohne Fehler abzuändern.“

Bericht über eine auf der Zeche Vollmond neu zu erbauende Dampfmaschine:

„Die nach dem alten Prinzip erbaute 20zöllige Dampfmaschine auf der Zeche Vollmond war bekanntlich nach Angabe des Steigers Billgert zuletzt oder vor ungefähr 3 Jahr nicht mehr im Stande die Wasser zu wältigen. Der Grund daran soll darin gelegen haben, dass sich die Zugänge bei Anhauung des Flötzes Dickebanck oder 5 Fuß banck sehr vermehrt hätten. Man hat daher Ursache zu glauben, dass diese Vermehrung der Wasserzuflüsse, wenn man den bereits nach Süden angesetzten Querschacht weiter ins Feld rückt, und auch das nach Westen noch unverritzt anstehendes Feld, unter einem dort existierenden Thale, aufschließt, beträglich zunehmen wird. Die alte 20zöllige Maschine hatte 20 Lachter tief zu heben; bei gewöhnlichen Gange hob sie 12mahl, bei mittelmäßigen 15, und das äußerste war 18 bis19 mahl. Hievron das Mittel angenommen, so hat die Maschine per Minute 17 Cubick Fuß Wasser gehoben.“

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