Verfolgt und Vertrieben - ein tolles Projekt! Drucken
Geschrieben von: Ann-Katrin, Lars, Leandra   
Freitag, den 08. März 2013 um 10:03 Uhr


Was bedeutet es, verfolgt und vertrieben zu werden? Wie fühlt es sich an, vertraute Menschen und die Heimat zurücklassen zu müssen, mit Bildern von Angst und Gewalt in einer fremden Umgebung Schutz suchen zu müssen?

Das haben wir uns auch gefragt. Dabei haben wir uns gemeinsam auf eine Zeitreise in die Vergangenheit (Holocaust) begeben, als auch das Leid der Gewalt und Vertreibung der Gegenwart berücksichtigt. Zusammen mit Schülern der Willy-Brandt-Gesamtschule begann eine tolle Zusammenarbeit.

Alles fing vor 4 Monaten an. Unsere Lehrer hatten eine Anfrage für Schüler/innen aus den 9-ten und 10-ten bekommen, ob sie an diesem Thema mit professionellen Theaterpädagogen arbeiten möchten. Die Spannung war groß, denn unsere Projektleiter stellten sich vor. Gandhi Chahine, Leiter der Schauspielgruppe, Regisseur und Drehbuchautor, ein humorvoller Mensch voller Elan. Sein Begleiter Germain Bleich war für die musikalische Gestaltung des Stückes zuständig und komponierte die Musikstücke und gab uns u.a. auch Tipps fürs Singen und die Darbietung. Und ebenso Dirk Schubert, Leiter des ganzen Projektes, brachte uns seine Ideen für das Musical mit ein.

Wir Schauspieler hatten die Aufgabe das Improvisieren in einem Theaterstück zu erlernen, die Konzentration zu behalten und nicht aus der Rolle zu fallen. Dieses war am Anfang sehr schwer. Aber wir haben es geschafft!! Die ersten Proben fanden noch getrennt an den Schulen statt. Doch dann haben wir gemeinsam mit den Schülern der Willy-Brandt-Gesamtschule weitergeübt, es zusammengefügt und dabei viel Spaß gehabt.

Der öffentliche Auftritt war am 18.12.2012 im Bahnhof Langendreer. Morgens hatten wir die letzte Generalprobe. Wir wussten, dass wir jetzt nicht mehr lange Zeit hatten, um alles zu beherrschen und uns auf unsere Rollen vorzubereiten. Aber: alles klappte perfekt. Der große Moment kam und alle waren natürlich sehr aufgeregt. Vor uns saßen und standen ca. 300 Zuschauer: Mitschüler, Freunde Lehrer, Eltern.... Nachdem wir alles perfekt gespielt hatten und unseren Abschlusssong "Schau ins Licht" gesungen hatten, bekamen wir Standing Ovations. Das war der tollste Moment.

Alle Schauspieler und Sänger waren am Ende erschöpft, aber erleichtert, denn wir wussten, dass wir etwas Tolles und ganz Eigenes gemeinsam erarbeitet hatten und unseren „Lohn“ dafür soeben erhalten hatten. Diesen bewegenden Moment werden wir nie vergessen!

Ann-Kathrin, Lars, Leandra (Mitwirkende aus den 10-ten Klassen der FDS)